Montag, 21. November 2016

voll auf dem film

choose a life. choose a job. choose a career. choose a family. choose a fucking big television. choose washing machines, cars, compact disc players and electrical tin openers... choose dsy and wondering who the fuck you are on a sunday morning. choose sitting on that couch watching mind-numbing, spirit crushing game shows, stucking junk food into your mouth. choose rotting away in the end of it all, pishing your last in a miserable home, nothing more than an embarrassment to the selfish, fucked up brats you spawned to replace yourself, choose your future. choose life... 
but why would I want to do a thing like that?

yeah, fucking why?

trainspotting hat mich geflasht. irgendjemand hatte meine gedanken in einen film transkribiert. 
jemand, der mich gar nicht kannte, hatte mich verstanden. 
woohoo!

filme wie trainspotting werden heute nicht mehr gemacht. 

weil kino oder tv heute darauf abzielt, den zuschauer in diese beifallheischende, leistungsorientierte, familienfreundliche, ikeamöblierte matrix zu ziehen und ihn dort zu behalten. 
die sanften ungeheuer.

mal ehrlich, wenn in filmen heute eine zigarette geraucht wird, ist das doch schon bohemian.

deshalb gucke ich am liebsten nur noch horrorfilme. 
weil nur noch die monster charakter haben.
weil nur noch die monster vorbildfunktion haben.
weil in wirklichkeit die menschen die monster sind.
programmierte monster, die afd und trump wählen.
jugendliche, die ihre wahrheiten von facebook und ihre ideale aus snapchat beziehen.
gutsituierte vorstadt-faschos, die neben ihrer vordergründig scheinheilig-heilen welt nichts anderes gelten lassen.

ich kann nicht ausdrücken, wie sehr ich 99 prozent dieser menschheit verachte.
ich baue mir meine eigene welt.
ganz weit da draußen.
im kopf das paradies.



Kommentare:

  1. Aber Verachten ist so einfach. Begreifen?

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    1. zu begreifen ist das recht einfach. eine mischung aus angst, dummheit und bequemlichkeit bewirkt, dass sich menschen an die gesellschaft anpassen und vergessen, woher sie kommen und wovon sie mal geträumt haben. arbeiten, um anerkennung zu erhalten. statussymbole schaffen, um jemand zu sein, weil einfach gestrickte menschen nicht zwischen haben und sein unterscheiden können: auto, haus, schnickschnack. kinder in die welt setzen, um unbewusste, unerfüllte wünsche in andere mmanipulierbare wesen hineinprojizieren zu können, stichwort helikoptereltern.

      der ultrakapitalismus erzeugt m.e. eine art neurose, die in einem suchtverhalten aus konsum und herrschaftsansprüchen mündet. (ich pauschalisiere jetzt, ich weiß ja um ausnahmen, aber beim gros wird das in der tat immer schlimmer.)

      das kann ich und will ich aber alles nicht gutheißen. sollte ich mitleid haben? wenn mir selbst als außenseiterin im alltag immer wieder missachtung und abschätzigkeit entgegenschlägt, weil ich gleichberechtigung lebe und fordere und mich im rahmen meiner sehr beschränkten möglichkeiten für benachteiligte einsetze?
      verachtung erzeugt gegenverachtung. wir sind mitten im klassenkampf und der wird sicherlich früher oder später nicht mehr nur intellektuell ausgetragen, könnte ich mir vorstellen. das was gerade global im internet passiert, wird eines tages globale, reale folgen haben. wir sind sogar bereits voll dabei und nicht mehr nur auf dem weg zu einem intoleranten, hass- und emotionsgesteuerten, zutiefst ungerechten system. die kraft der argumente und die macht die milde haben meines erachtens ausgedient. ich bin kein freund von gewalt, aber ich denke, es ist mindestens passiver widerstand angebracht. der darf sich nicht nur auf das umfeld beziehen, sondern muss vor allem auch an sich selbst geübt werden durch verzicht und niederringen des kapitalistisch angefütterten wunschdenkens sowie durch ein exaktes analysieren der kluft zwischen dem gesellschaftlich proklamierten und dem an sich erstrebenswerten.

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  2. Doch, solche Filme werden heute noch gemacht: Trainspotting 2. Kommt nächstes Jahr raus. ;-)

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    1. in der tat? großartig. dann hoffe ich mal, dass der an den ersten teil heranreichen kann...

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  3. Revoluzzer :-) Diese Gedanken hatte ich als Teenager. Mit zunehmendem Alter wird einem so eine Einstellung ausgetrieben. Frage mich öfters wo denn die ganzen Blumenkinder abgeblieben sind. Das letzte Exemplar lebt wahrscheinlich auf dem Nachbargrundstück. Ohne Strom, ...und allem was dazugehört... (fridge, TV,Internet,a/c, heater).... Ein verdammt hartes Leben. Eine Alternative???

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    1. blumenkinder könnten wiederkommen. wenn die diktaturen, die wir in den nöchsten 10-20 jahren etablieren werden, zerstört sind. werden vermutlich weder du noch ich erleben.
      aber wie gesagt: passiver widerstand ist mindestens angebracht. großartig und sehr unterstützenswert halte ich bspw. institutionen wie sanktionsfrei oder das bedingungslose grundeinkommen. das ist revolutionär und muss unbedingt weitergedacht werden. weiterhin müssen wir staatlich intallierte massenmanipulations-systeme wie die gez niederringen, um ein unabhängiges und freiheitliches denken wieder gewährleisten zu können. das heißt nicht, dass ich mich um einen beitrag drücken will. ich wünsche mir bspw. einen einkommensgebunden gestaffelten kultur- und sozialbeitrag stattdessen, der weder von staatlichen und noch von unternehmensabhängigen institutionen verwaltet wird.

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