Sonntag, 29. Mai 2016

testosteron-alarm

"mann, du glaubst es nicht, ständig werd ich von so 25-jährigen angemacht!"
der luxus-mann ist mit mir auf party und hat inzwischen das achte bier. er erlangt damit seine mir bereits bekannte alkoholisch bedingte redseligkeit.
"freu dich doch, als ü-40 kriegst du sonst nicht so automatisch kükenfleisch."
"ich find die aber doch gar nicht interessant!"
"zum mal-reinhalten musst du das vielleicht auch gar nicht."
"hm, ich weiß ja nicht. ich hätte schon bock... aber dann... denk ich, ich muss das jetzt auch nicht unbedingt haben. ich meine, mein sohn ist fast so jung wie die! da komm ich mir irgendwie komisch vor."

wir stehen neben der bass-box und ich spüre meinen körper vibrieren.
"jedenfalls finde ich das extrem schön, dass ich mit dir so offen sein kann."
der luxus-mann legt mir die hand in den nacken und spielt mit einer locke.
"solange du mir nicht erzählt, was du an der anderen ische geiler findest als an mir, ist das okay. vergleichen finde ich doof."
"ich hab dir ja gesagt, ich will das bei dir gar nicht wissen. das wäre der totale abturn für mich."
"keine angst, ich erzähl dir nichts von den anderen stahlharten riesenschwänzen, die mich sonst so vögeln", grinse ich, und der luxus-mann gibt mir einen klaps.

"oh! guck mal die! die ist doch auch heiß", stupst mich der luxus-mann dann an.
"geh halt mal hin und frag sie, ob sie nen dreier machen will", lache ich.
"dann fällt die glaub ich in ohnmacht."
"aber den dreier haben wir noch auf deiner wunschliste. willst du etwa dumm sterben?"
"findest du die denn auch gut?"
"ja. wäre schon mein fall. sieht auch nicht ganz doof aus. n bisschen spießig vielleicht."
"und von den typen hier so? wen findest du da interessant?"
"hm, schwierig. obwohl... doch, da ist jemand, der eine da im military-look."
"wo?"
"der, der grade wieder in die andere area reingegangen ist. der mit dem weißen abzeichen auf dem hemd."
"sag mir, wenn ich gehen soll, falls du den ansprechen willst."
"nein!"
"du, ich meine das ernst. du bist frei, und ich bin es auch. ich würde dir auch sagen, wenn ich freie bahn brauche."
"ok, pass auf, ich geh mal auf klo und wenn sichs ergibt, sag ich was zu ihm, und du kannst die zeit nutzen und an unserem dreier arbeiten, ja?"
ich grinse den luxus-mann an und verschwinde.

der military-typ ist nirgendwo mehr zu sichten. nach einigen runden stehe ich an der bar, ordere einen gin tonic und beobachte den luxus-mann, der tatsächlich an der ische herumbaggert. nach einer weile kommt er wieder zu mir zurück.
"und? geht da was?"
der luxus-mann schüttelt den kopf.
"die hat ziemlich verworrenes zeug erzählt. und meinte, sie habe ihr leben lang partnerschaften geführt und sei jetzt auch wieder auf der suche nach einem mann für was festes."
"sowas habe ich mir bei der schon gedacht."
"bescheuert, oder? warum verbringt man sein ganzes leben in partnerschaften?"
"hab ich mich auch oft gefragt."
"ich glaube ja, die leute kommen einfach allein nicht klar. also so mit sich selbst."
"das vermute ich auch. im alleinsein offenbaren sich die eigenen abgründe, und den meisten ist es lieber, immer hübsch an der oberfläche zu segeln. das geht einfacher, wenn da jemand ist, mit dem du dich über das mittagessen oder den kommenden urlaub oder die kindererziehung streiten kannst. das lenkt vom wesentlichen ab."
"bei mir war das auch immer so. aber ich hab das alleinsein dann regelrecht gesucht. einmal bin ich zwei monate durch asien gewandert, da war ich zum ersten mal seit ganz langer zeit sowas wie glücklich."
"was hat deine damalige frau dazu gesagt?"
"die hat tierisch stress gemacht. aber das hat die sowieso immer. ich hab mir dann echt überlegt, ob ich nicht einfach irgendwo in thailand bleibe."
"warum haste das nicht gemacht?"
der luxus-mann zuckt die schultern.
"zu feige, nehm ich an."

die zeiger der uhr rücken auf fünf.
"ach scheiße, schon so spät. um zwölf morgen kommen die kinder. und ich hab seit vier tagen kaum gepennt", flucht der luxus-mann.
"tja. hätteste mal besser verhütet damals."
der luxus-mann grinst gequält.
"warten wir noch ein lied ab, ja? wenn das kacke ist, gehen wir."
"willst du, dass ich mitkomme?"
"ich würde dich schon noch gern ficken."
"könnte ja sein, dass du lieber eine andere mitnehmen willst. oder einfach nur in ruhe alleine schlafen. das wäre legitim für mich."
"nee du, ich bin verdammt spitz!"
der luxus-mann legt seine hand auf meinen po, zieht mich an sich und lässt die finger zwischen meine schenkel wandern. ich spüre ein vorfreudiges pochen im unterleib.
"los, komm", flüstere ich und zerre den luxus-mann richtung garderobe.

als ich dem luxus-mann zuhause die hose aufknöpfe, ist sein schwanz bereits auf volle größe angewachsen. der luxus-mann fackelt nicht lange, legt mich bäuchlings aufs bett und schiebt mein höschen beiseite. sein schwanz gleitet mühelos in mich hinein. und während der luxus-mann mich fickt, gräbt er seine zähne in die haut an meinem nacken, als sei ich eine beute, die er soeben erlegt hat.

als wir das nächste mal auf die uhr sehen, ist es halb neun. wir sind beide verschwitzt und klebrig.
"wir haben jetzt nicht wirklich zweieinhalb stunden gevögelt?" fragt der luxus-mann.
"doch."
"krass. ich bin total fertig. ich kann mich nicht mal mehr erinnern, wie oft ich gekommen bin."
"dann lass uns jetzt schlafen."
"lohnt schon fast nicht mehr."
"aber das hat sich auf jeden fall gelohnt!"
der luxus-mann grinst und nickt. er schlingt seinen arm um meine taille. dann sind wir auch schon eingeschlafen.

zwei stunden später hühnert der luxus-mann schon wieder durch die wohnung, lüftet, macht kaffee und geht dann duschen.
"kalt ist es", schlottere ich und nippe an meinem kaffee.
"hier hat es aber voll nach fickbude gerochen."
"kein wunder."
der luxus-mann macht sich brote.
"willst du auch was? mit käse vielleicht oder marmelade?"
"nein."
"wirklich nichts?"
"nein. lass mal. lieber nuckle ich gleich noch mal an dir."
"kannst du gern versuchen, aber ich glaube, da ist kein tropfen mehr zu holen."
ich grinse und krabble unter den küchentisch.
"du bist verrückt", lacht der luxus-mann. "wir haben nur noch 20 minuten."
"das reicht", sage ich und ziehe ihm die hose aus.

kurz darauf habe tatsächlich auch ich mein frühstück.
dann schmeißt mich der luxus-mann raus, und ich radle durch den regen, heimwärts, püppi-wärts. ich bin wundgevögelt, übermüdet und zittrig, aber auf eine merkwürdige art und weise sehr zufrieden.

vielleicht ist ja da doch was dran.



Kommentare:

  1. Der Luxusmann ist aber auch echt ne Marke ^^

    Und der scheint Ihnen gut zu tun. Schoen!

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    1. das weiß ich offen gestanden nicht. der sex ist echt super, das funktioniert fast so gut wie mit dem objekt. aber ich will mich da emotional nicht reinhängen. wir sehen uns dafür derzeit aber zu oft. ich versuche jetzt mal diese woche, ihn nicht zu treffen. einfach um wieder abstand zu gewinnen.

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    2. Ja, das ist zwiespältig, können nur Sie wissen inwiefern reinhaengen schlecht oder gut ist.

      Das aus dem link kann ich nach dem letzten meeting aber mal wieder bestätigen ^^

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    3. gnihihi. kann ich mir vorstellen.

      ich will halt auf keinen fall wieder so eine objekt-scheiße. anderseits ist sowas mit dem luxus-mann auch gar nicht möglich, weil der mich nicht in die geborgenheitsfalle lockt. der ist ganz brachial in der hinsicht und betont immer wieder "nur sex und spaß, sonst nichts." er ist also niemand, der irgendwelche emotionen heraufbeschwört oder von meiner seite aufpoppende gefühle verstärkt. das ist ganz angenehm. beim objekt war das ja part of the game: anfüttern bis zum maximum an intensität, dann fallenlassen, und dann wieder von vorne. ich glaube, das könnte der gar nicht. dazu ist der zu nüchtern und zu kühl.

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  2. Klingt nach einem gelungenen Treffen.

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    1. irgendwie schon. wir haben unsere differenzen, aber spaß ist da.

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