Donnerstag, 26. Januar 2017

was im leben wirklich zählt

erst klingelt sein wecker, wie immer vier minuten zu früh. dann meiner.
die geräuschkulisse immer dieselbe.
stöhnen, schmerzvoll.
seufzen, resigniert.
dann das leise quietschen des betts, als ich mich strecke und die verspannten glieder in die laken stemme.

der tag liegt verschachtelt vor uns.
der morgen droht mit dämmerung.
die kommenden stunden mit all dem, was wir nicht gerne tun.
aber dann doch tun, weil es nicht so unsere art ist, uns zu entziehen. weil wir so verfickt ehrenhafte mitglieder dieser gesellschaft sind.

aber es lockt uns.
fallen lassen, gehen lassen, treiben lassen.
loslassen.
den konsum.
die arbeit.
das mithaltenmüssen, um mithalten zu können.

meine finger fahren über die schön ausgeprägte muskulatur dieser haarlosen, glatten brust.
suchen tiefer.
schließen sich dann um den noch ganz weichen, warmen schwanz.

"wir müssen aufstehen", seufzt der luxus-mann und windet sich.
"wir wollen ficken", sage ich und streichle weiter.

der schwanz wird hart und gibt die ersten glückstropfen von sich.
ich rutsche nach unten und lecke sie vom zuckenden schaft.
der luxus-mann stöhnt und genießt mit geschlossen augen, bis er sich kurz darauf warm und bittersüß in meinen mund ergießt.

es ist kurz nach acht.
"wann musst du im büro sein?" fragt der luxus-mann.
"um neun."
"dann los, aufstehen, du kommst zu spät."
"mir doch egal. das ist das, was im leben wirklich zählt."



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