seit einer woche bin ich zwischen ruhrpott und frankenlande unterwegs. es war überfällig, hamburg zu verlassen und sich anderswo wiederzufinden. als ich heute durch die sicherheitskontrolle zu meinem flieger richtung norden musste, wäre ich am liebsten umgekehrt. ohne meine antidepressiva hätte ich wahrscheinlich haltlos geweint.
den luxus-mann habe ich zuletzt vor 12 tagen gesehen. wir haben zweimal kurz telefoniert und auch nur wenig geschrieben. erstaunt stelle ich fest, dass ich offenbar aufgehört habe, ihn zu vermissen. früher konnten wir keinen tag ohne anrufe oder wenigstens einen halben roman in nachrichten. es gab immer irgendwas mitzuteilen. doch es kommt nichts von ihm, und ich habe irgendwie auch kein größeres bedürfnis, etwas zu sagen.
ich stelle mir immer häufiger vor, aus hamburg weg zu ziehen. denn sollte ich mich vom luxus-mann trennen, wäre ich erstmals seit langem wieder frei wie ein vogel. ich wüsste genau, in welchem kleinen fränkischen dorf ich mich niederlassen könnte, ganz in der nähe von zwei lieben freunden. denn in der heimat habe ich noch immer sehr viel mehr menschen, die mich mögen. alternativ könnte ich in die kleine, beschauliche stadt ziehen, in deren nähe das objekt liegt. dort gefällt es mir nämlich auch außerordentlich gut. der nachteil ist, dass ich da sonst niemanden kenne und es keinen flughafen gibt.
ich hasse abschiede. eigentlich.
doch die freiheit rockt.
also muss ich den abschied umarmen lernen.
damit mich die freiheit wieder küsst.
Freitag, 29. November 2019
Dienstag, 26. November 2019
essen à la mutti
der wunsch meiner mutter, für mich zu kochen, ist ungebrochen.
diesmal bettelt sie mich an, ob sie nicht mal fisch für mich machen darf. denn fisch esse ich doch wirklich gerne.
ich willige ein: "aber nur, wenn du nach rezept kochst! keine komischen experimente wie sonst immer!"
meine mutter neigt dazu, rezepte einfach zu ändern. bei warmen gerichten werden exotische gewürze konsequent durch das, was gerade im haus ist, ersetzt bzw. übersetzt (kreuzkümmel = kümmel, thaibasilikum = basilikum usw.). dies ist der grund, warum ich schon seit meiner pubertät nicht mehr gerne mitesse, wenn es zu tisch geht. denn alles schmeckt seltsam oder nach knoblauch, der überall reingetan wird, ob es passt oder nicht. backen funktioniert ähnlich: bei kuchen lässt mutti seit einigen jahren fast komplett den zucker weg, weil mein vater keinen zucker essen soll. man könnte natürlich stevia statt zucker nehmen, aber das entspricht nicht muttis küchenordnung.
wir einigen uns dieses mal auf ein fischgericht ohne exotische gewürze, allerdings mit frischem chili. eine art fischcurry, d.h. der fisch wird zusammen mit gemüse und nudeln in einem pott geschmort. ich betone noch einmal: bitte keine gewürze ersetzen und auch nicht einfach wild knoblauch hineinmischen. meine mutter beteuert mir, dass sie alles genau so machen würde wie es im rezept steht. mit einem leicht mulmigem gefühl verlasse ich die küche.
als mutti dann zum mittagtisch ruft, steht da kein großer, scharf duftender pott. stattdessen gibt es einen topf mit gekochten nudeln, einen weiteren kleinen mit gemüse und ganze gebackene fischfilets in der pfanne.
"der fisch gehört aber da mit rein", protestiere ich.
"nein, der muss doch schön knusprig werden!"
"das ist aber kein backfisch-gericht, sondern ein curry. da brät man nicht erst den fisch in 10 tonnen butter."
"nein, nein, das ist wirklich lecker so!"
ich bekomme eine große ölige pfütze und ein stück fisch auf den teller und probiere.
der fisch ist tatsächlich nicht schlecht, aber es ist eben eher fett mit fisch als umgekehrt.
das gemüse hingegen schmeckt süß und lasch.
"ist da chili drin?" frage ich.
"pfeffer", sagt meine mutter.
"schwarzer pfeffer", frage ich weiter und beiße auch schon auf die ersten pfefferkörnerstückchen.
"ja, was denn sonst?"
"chili, so wie es im rezept steht."
"das wäre zu scharf geworden."
"es wäre bestimmt nicht zu scharf, wenn man alles in einem pott zubereitet. die schärfe verteilt sich doch. und chili hat ja auch eine sehr geschmackvolle, fruchtige schärfe, nicht so eine bittere wie schwarzer pfeffer."
"deinem vater ist chili aber immer zu scharf."
ich seufze.
"und was ist das komisches süßes im gemüse? honig?"
"gewürzgurken."
"gewürzgurken? warum denn gewürzgurken?"
"die mussten weg."
"das ist doch eklig!"
"sonst isst du die doch auch!"
"ja, zum brot!"
"na siehst du."
alles, was ich sehe, ist, dass die kochkünste meiner mutter und meine geschmacksknospen in diesem leben nicht mehr zusammenkommen werden. schnell schlinge ich meine portion hinunter und freue mich, dass ich morgen mit freunden sushi essen kann.
diesmal bettelt sie mich an, ob sie nicht mal fisch für mich machen darf. denn fisch esse ich doch wirklich gerne.
ich willige ein: "aber nur, wenn du nach rezept kochst! keine komischen experimente wie sonst immer!"
meine mutter neigt dazu, rezepte einfach zu ändern. bei warmen gerichten werden exotische gewürze konsequent durch das, was gerade im haus ist, ersetzt bzw. übersetzt (kreuzkümmel = kümmel, thaibasilikum = basilikum usw.). dies ist der grund, warum ich schon seit meiner pubertät nicht mehr gerne mitesse, wenn es zu tisch geht. denn alles schmeckt seltsam oder nach knoblauch, der überall reingetan wird, ob es passt oder nicht. backen funktioniert ähnlich: bei kuchen lässt mutti seit einigen jahren fast komplett den zucker weg, weil mein vater keinen zucker essen soll. man könnte natürlich stevia statt zucker nehmen, aber das entspricht nicht muttis küchenordnung.
wir einigen uns dieses mal auf ein fischgericht ohne exotische gewürze, allerdings mit frischem chili. eine art fischcurry, d.h. der fisch wird zusammen mit gemüse und nudeln in einem pott geschmort. ich betone noch einmal: bitte keine gewürze ersetzen und auch nicht einfach wild knoblauch hineinmischen. meine mutter beteuert mir, dass sie alles genau so machen würde wie es im rezept steht. mit einem leicht mulmigem gefühl verlasse ich die küche.
als mutti dann zum mittagtisch ruft, steht da kein großer, scharf duftender pott. stattdessen gibt es einen topf mit gekochten nudeln, einen weiteren kleinen mit gemüse und ganze gebackene fischfilets in der pfanne.
"der fisch gehört aber da mit rein", protestiere ich.
"nein, der muss doch schön knusprig werden!"
"das ist aber kein backfisch-gericht, sondern ein curry. da brät man nicht erst den fisch in 10 tonnen butter."
"nein, nein, das ist wirklich lecker so!"
ich bekomme eine große ölige pfütze und ein stück fisch auf den teller und probiere.
der fisch ist tatsächlich nicht schlecht, aber es ist eben eher fett mit fisch als umgekehrt.
das gemüse hingegen schmeckt süß und lasch.
"ist da chili drin?" frage ich.
"pfeffer", sagt meine mutter.
"schwarzer pfeffer", frage ich weiter und beiße auch schon auf die ersten pfefferkörnerstückchen.
"ja, was denn sonst?"
"chili, so wie es im rezept steht."
"das wäre zu scharf geworden."
"es wäre bestimmt nicht zu scharf, wenn man alles in einem pott zubereitet. die schärfe verteilt sich doch. und chili hat ja auch eine sehr geschmackvolle, fruchtige schärfe, nicht so eine bittere wie schwarzer pfeffer."
"deinem vater ist chili aber immer zu scharf."
ich seufze.
"und was ist das komisches süßes im gemüse? honig?"
"gewürzgurken."
"gewürzgurken? warum denn gewürzgurken?"
"die mussten weg."
"das ist doch eklig!"
"sonst isst du die doch auch!"
"ja, zum brot!"
"na siehst du."
alles, was ich sehe, ist, dass die kochkünste meiner mutter und meine geschmacksknospen in diesem leben nicht mehr zusammenkommen werden. schnell schlinge ich meine portion hinunter und freue mich, dass ich morgen mit freunden sushi essen kann.
Sonntag, 24. November 2019
untiefen
wie energielos ich bin, zeigt mir letztlich der körper.
nach einer sehnenscheidenentzündung und zahllosen erkältungen weiß ich, dass ich zu wenig bekomme.
zu wenig ruhe.
zu wenig anerkennung.
zu wenig liebe.
bis heute war ich für den job unterwegs, habe das mammutprojekt präsentiert, für das ich mir monatelang den arsch aufgerissen habe. wir wollten es feiern, aber letztlich war es wenig feierlich. alle nur noch kraftlos, zu müde für stolz, zu ungläubig, dass diese phase jetzt wirklich ein ende haben soll.
5 tage urlaub. wie so oft im fränkischen, man weiß ja nicht, wie oft noch. immer fahre ich mit dem wissen, freudig empfangen zu werden. und dem gedanken: was, wenn hier irgendwann niemand mehr auf mich wartet? vielleicht haben wir noch 5 oder 10 oder 15 jahre, einige davon hoffentlich einigermaßen sorgenfrei. man muss die zeit nutzen, immer im zweifel, ob man wirklich das beste herausholt.
sobald ich nicht mehr über den job nachdenke, rückt die beziehung in den vordergrund. seit anfang september dreht sich alles um den luxus-mann, seinen bluthochdruck, seine knie-op und die unerwarteten finanziellen enttäuschungen. ich bin krankenschwester, mutti, psychologin. und betreue und betüddle und berate.
und habe niemanden mehr, der mir zuhört oder der mich fragt, wie es mir geht. der luxus-mann klagt viel, redet viel, fällt mir ins wort. will dies und jenes und einen weiteren gefallen von mir. rückt ab, bleibt asexuell. merkt erst nach 36 stunden, dass ich gar nicht in der stadt bin und fragt dann erstaunt, wo zur hölle ich bin und warum.
auf dem kongress angeflirtet worden und gemerkt, wie schwach ich geworden bin. ein arm um die schulter ist ein arm um die schulter, und es ist mir für einen moment egal, dass er einem verheirateten arzt gehört und der rest der runde diese vertrauliche geste beobachten konnte. die anstrengende strenge, die ich mir abringen muss, mich lachend wieder aus dem arm zu winden, zu überspielen, zu schauspielern: alles ganz harmlos.
aber so harmlos ist es nicht.
mein hunger ist niemals harmlos.
er manifestiert sich in unzähligen objekt-träumen, in denen wir uns hemmungslos lieben. träume, die so realistisch sind, dass ich sie für einen moment für wirklichkeiten halte. bis ich dann erwache und wieder weiß, dass die wirklichkeit uns jede substanz für träume genommen hat.
nach einer sehnenscheidenentzündung und zahllosen erkältungen weiß ich, dass ich zu wenig bekomme.
zu wenig ruhe.
zu wenig anerkennung.
zu wenig liebe.
bis heute war ich für den job unterwegs, habe das mammutprojekt präsentiert, für das ich mir monatelang den arsch aufgerissen habe. wir wollten es feiern, aber letztlich war es wenig feierlich. alle nur noch kraftlos, zu müde für stolz, zu ungläubig, dass diese phase jetzt wirklich ein ende haben soll.
5 tage urlaub. wie so oft im fränkischen, man weiß ja nicht, wie oft noch. immer fahre ich mit dem wissen, freudig empfangen zu werden. und dem gedanken: was, wenn hier irgendwann niemand mehr auf mich wartet? vielleicht haben wir noch 5 oder 10 oder 15 jahre, einige davon hoffentlich einigermaßen sorgenfrei. man muss die zeit nutzen, immer im zweifel, ob man wirklich das beste herausholt.
sobald ich nicht mehr über den job nachdenke, rückt die beziehung in den vordergrund. seit anfang september dreht sich alles um den luxus-mann, seinen bluthochdruck, seine knie-op und die unerwarteten finanziellen enttäuschungen. ich bin krankenschwester, mutti, psychologin. und betreue und betüddle und berate.
und habe niemanden mehr, der mir zuhört oder der mich fragt, wie es mir geht. der luxus-mann klagt viel, redet viel, fällt mir ins wort. will dies und jenes und einen weiteren gefallen von mir. rückt ab, bleibt asexuell. merkt erst nach 36 stunden, dass ich gar nicht in der stadt bin und fragt dann erstaunt, wo zur hölle ich bin und warum.
auf dem kongress angeflirtet worden und gemerkt, wie schwach ich geworden bin. ein arm um die schulter ist ein arm um die schulter, und es ist mir für einen moment egal, dass er einem verheirateten arzt gehört und der rest der runde diese vertrauliche geste beobachten konnte. die anstrengende strenge, die ich mir abringen muss, mich lachend wieder aus dem arm zu winden, zu überspielen, zu schauspielern: alles ganz harmlos.
aber so harmlos ist es nicht.
mein hunger ist niemals harmlos.
er manifestiert sich in unzähligen objekt-träumen, in denen wir uns hemmungslos lieben. träume, die so realistisch sind, dass ich sie für einen moment für wirklichkeiten halte. bis ich dann erwache und wieder weiß, dass die wirklichkeit uns jede substanz für träume genommen hat.
Mittwoch, 6. November 2019
antisocial media
auf facebook dissen dich deine eigenen freunde, wenn du eine andere meinung hast.
auf twitter dissen dich alle, deren meinung du nicht vertrittst.
auf instagram gibts fast gar keine meinungen mehr.
und manchmal träume ich von analogen zeiten, in denen es nur ein telefon und sonst echte freundschaft gab.
auf twitter dissen dich alle, deren meinung du nicht vertrittst.
auf instagram gibts fast gar keine meinungen mehr.
und manchmal träume ich von analogen zeiten, in denen es nur ein telefon und sonst echte freundschaft gab.
Montag, 4. November 2019
fuck your idols oder artur mit der wurstpelle
hin und wieder lerne ich beim ausgehen künstler kennen. damit meine ich jetzt nicht irgendwelche doofi-blogger wie dich und mich, sondern menschen, die bilder und installationen an öffentlich zugänglichen orten präsentieren und dafür tatsächlich kohle kriegen.
einen bestimmten künstler - nennen wir ihn der einfachheit mal artur wie "artist" - traf ich vor rund sieben jahren im alten club, noch zu objekt-zeiten. artur ist bis heute relativ bekannt, auch über die grenzen hamburgs hinaus. seine anfangswerke, die noch ecken und kanten haben, haben meines erachten einen nicht unerheblichen reiz. später, nachdem artur rang und namen erlangt hatte, fand ich seine kunst eher nichtssagend. alles so ein bisschen wie vom fließband und irgendwie immer dasselbe. aber das ist wahrscheinlich ansichtssache.
artur selbst machte damals eine ganz gute figur, war langhaarig, vollbärtig und gut gebaut. also alles in allem eine gestalt, bei der einer frau wie mir durchaus die eierstöcke klapperten. aufgrund seines aussehens und des künstler-renommees war er allerdings auch ein aufreißer erster klasse und machte darin fast dem objekt konkurrenz.
weil das objekt an diesem abend mal wieder von der gespielin belagert war, ließ ich mich zunächst recht willig von artur ansprechen. offizieller grund der kontaktaufnahme war eines meiner mir eher peinlichen gedichte, das ihm ein gemeinsamer bekannter gezeigt hatte. daraufhin schlug artur vor, ich könne ja mal einige seiner bilder mit text unterlegen. nach einer weile fachsimpelei auf niedrig-besoffenem niveau - bei der ich schon ahnte, dass das ganze wieder auf eine ins nichts führende kostenlose aktion hinauslaufen sollte - hatte ich dann seine zunge im mund.
die knutscherei war äußerst mittelprächtig. alles in allem sehr labbrig, sabbrig und schlabbrig. der anschließende sex fiel noch mittelprächtiger aus, denn arturs penis war mit viel zu viel vorhaut behangen. sowas finde ich latent unappetitlich, da ich dabei immer an wurstpelle denke muss. am ende der nacht kroch ich rotzbesoffen nachhause und versuchte, das erlebnis aus meiner erinnerung zu tilgen. das gelang mir - jedoch nur bis zu diesem tag.
nein, ich sage es nicht. aber ich denke es mir, während ich still in mich hineingrinse.
und mich gleichzeitig ein bisschen wegen der wurstpelle grusle.
einen bestimmten künstler - nennen wir ihn der einfachheit mal artur wie "artist" - traf ich vor rund sieben jahren im alten club, noch zu objekt-zeiten. artur ist bis heute relativ bekannt, auch über die grenzen hamburgs hinaus. seine anfangswerke, die noch ecken und kanten haben, haben meines erachten einen nicht unerheblichen reiz. später, nachdem artur rang und namen erlangt hatte, fand ich seine kunst eher nichtssagend. alles so ein bisschen wie vom fließband und irgendwie immer dasselbe. aber das ist wahrscheinlich ansichtssache.
artur selbst machte damals eine ganz gute figur, war langhaarig, vollbärtig und gut gebaut. also alles in allem eine gestalt, bei der einer frau wie mir durchaus die eierstöcke klapperten. aufgrund seines aussehens und des künstler-renommees war er allerdings auch ein aufreißer erster klasse und machte darin fast dem objekt konkurrenz.
weil das objekt an diesem abend mal wieder von der gespielin belagert war, ließ ich mich zunächst recht willig von artur ansprechen. offizieller grund der kontaktaufnahme war eines meiner mir eher peinlichen gedichte, das ihm ein gemeinsamer bekannter gezeigt hatte. daraufhin schlug artur vor, ich könne ja mal einige seiner bilder mit text unterlegen. nach einer weile fachsimpelei auf niedrig-besoffenem niveau - bei der ich schon ahnte, dass das ganze wieder auf eine ins nichts führende kostenlose aktion hinauslaufen sollte - hatte ich dann seine zunge im mund.
die knutscherei war äußerst mittelprächtig. alles in allem sehr labbrig, sabbrig und schlabbrig. der anschließende sex fiel noch mittelprächtiger aus, denn arturs penis war mit viel zu viel vorhaut behangen. sowas finde ich latent unappetitlich, da ich dabei immer an wurstpelle denke muss. am ende der nacht kroch ich rotzbesoffen nachhause und versuchte, das erlebnis aus meiner erinnerung zu tilgen. das gelang mir - jedoch nur bis zu diesem tag.
heute nachmittag stehe ich im supermarkt am käseregal. vor mir zwei auf mega-intellektuell gestylte hipster, die über den einkaufswagen gelehnt sehr andächtig und ehrfürchtig über eine ausstellung diskutieren. als ich mich vorbeuge und mir ziegengouda aus dem regal hole, fällt arturs name.
und im vorübergehen sage ich beiläufig: "ach, artur, die alte wurstpelle! den hab ich auch schon gefickt."
und mich gleichzeitig ein bisschen wegen der wurstpelle grusle.
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