Montag, 4. Juli 2016

monday mo(u)rning

nachdem wir das wochenende mehr oder minder zusammen verbracht, viel getrunken, gekifft und gefickt haben, erwachen wir am montag mit einem fetzenkater.

als mein wecker klingelt, ist es halb sieben. der luxus-mann ist schon wach, kann wie immer seit der dämmerung nicht mehr schlafen.
"du hast geträumt, oder?" fragt er mich.
"ja."
"du hast dich erschreckt."
"hab geträumt, dass ich meine mutter mit ihrem langen brotmesser erstochen habe."
der luxus-mann schaut mich mit hochgezogenen augenbrauen an:
"ich hab dir schon mal gesagt, dass ich angst vor dir habe, oder?"
ich grinse.
"du hast aber auch ganz schön gestrampelt heute nacht."
"ich hab geträumt, ich bin auf so ner art insel.... und da war so ein nashorn-ähnliches monster. ich hatt mich im gebüsch versteckt, aber dann hatte ich auf einmal so ein komisches gefühl, und als ich mich umgedreht hab, war hinter mir das gebüsch zu ende, und da stand das nashorn und rannte auf mich zu."
ich kichere.
"und ich bin das nashorn, wa?"
der luxus-mann kichert.
"kann schon sein."

ich taste mich unter der bettdecke richtung luxus-schwanz.
"sei vorsichtig, der tut ein bisschen weh", sagt der luxus-mann.
"vom arschficken", frage ich.
"weiß nich. kann sein. aber ich glaube, der ist einfach überstrapaziert. die endlos lange nacht am donnerstag... dann der freitagmorgen-sex... dann samstag... vier mal? sonntag auch vier mal... und dann noch arschficken... boah."
ich kichere.
"du lachst, ich bin ein alter mann!" beschwert sich der luxus-mann.
"du denkst ja auch, dass ich dich kille."
"ja. aber das wird gut. sterben an überficken ist gut."

ich streichle den luxus-schwanz sehr sanft und merke, wie er erst hart und dann feucht wird.
"fuck, jetzt hast du ihn wach gemacht", sagt der luxus-mann.
"wir müssen nicht ficken", sage ich.
"spinnst du, glaubst du, ich setz mich gleich total geil ins büro?! und kann dann den halben tag nicht aufstehen?!"
mit einem ruck schwingt sich der luxus-mann über mich.
er steckt mir die finger in die muschi.
"du sau bist doch auch schon ganz nass."
dann beginnt er, mich hart und schnell zu ficken.

nach dem orgasmus liegt der luxus-mann nach atem ringend neben mir.
"mir sackt gleich der kreislauf weg, hab ich das gefühl."
ich schmiege mich ein bisschen an, soweit es die näheerlaubnis des luxus-mannes zulässt.
"du riechst nach gras", sagt er dann. "deine haare."
"kann ich mir vorstellen."
"ich fühl mich immer noch bekifft. was hast du da eigentlich für ein hammerzeug in den joint gemacht? war das von deinem sagenumwobenen ex, über den ich mich nicht lustig machen darf?"
"das hat mir ein bekannter aus hannover mal geschenkt. aber stimmt, ich fühl mich auch noch ganz beduselt."

"wie spät", will der luxus-mann wissen.
"gleich halb acht."
"ich wollt eigentlich längst los sein."
"hast du sie noch alle?! ich kann erst ab neun arbeiten, das zahlt mir keiner, wenn ich schon ne stunde früher da bin!"
"ich weiß ja. ich wär eh nicht hochgekommen, ich bin total tot."
"ich mag auch nicht. ich kann mir gerade nicht vorstellen, wieder bis 18 uhr da auf meinem durchgefickten arsch rumzusitzen und so zu tun, als würde ich arbeiten."
"tuts weh?"
"geht so. wie schlimm es letztlich ist, merkt man erst beim kacken."
der luxus-mann lacht.
"ich weiß auch schon, was mein chef gleich wieder sagt, wenn er in mein büro kommt."
"was denn?"
"hier beim luxus-mann riechts wieder mal dermaßen nach alkohol, ich komm lieber später noch mal."
ich kichere:
"hast du nicht angst, dass du mal gefeuert wirst wegen der sauferei?"
"nö. der betriebsrat ist mein bester kumpel. außerdem mach ich ja einen guten job. nur dass ich halt die meiste zeit nichts mache. die paar zahlen, für die andere zwei tage brauchen, hab ich in zwei stunden zusammen, das ist pillepallekram."

eine viertelstunde später sitzen wir nichtsdestotrotz am frühstückstisch, ich artig in bluse, knielangem rock und züchtiger strumpfhose, der luxus-mann im anzug und mit ordentlich gegelten haaren.
der luxus-mann grinst mich über seine kaffeetasse hinweg an:
"ey, wie son spießer-paar sehn wir aus. das würde uns keiner glauben, wie wir sonst so rumlaufen."
"und dass wir eigentlich immer noch total breit sind", ergänze ich.
"der fick hat mich aber echt geschafft, mir ist total schwindlig."
"dann ab sofort keinen morgensex mehr. und kein kiffen. und kein alkohol. nur noch blattsalate und müsli und yoga und meditation, ja?"
"du könntest ja mal was kochen", schlägt der luxus-mann vor.
"und wovon träumst du nachts so?!"
"warum denn nicht? kannst du nicht kochen?"
"ich koche nie. also fast nie."
"boah, autofahrn kannse nicht... kochen kann se auch nich... naja, aber wenigstens kannse ficken", seufzt der luxus-mann.
"jede frau hat ihre qualitäten. ich kann immerhin joints drehen."
"das is ja auch man zu was gut, das ist ja nicht so mein ding."

auf der straße im licht der öffentlichkeit grinsen wir uns schüchtern an.
"kommst du übermorgen wieder", fragt der luxus-mann.
"ok."
"gut, bis dann."
und schnell trollt sich der luxus-mann, bevor ich die gelegenheit habe, ihm einen keuschen wangenkuss zu geben.

ich gehe zu meinem fahrrad und spüre, wie das sperma immer noch aus mir herausläuft und in mein höschen tropft, und ich grinse in mich hinein. im kopf bin ich headintheclouds, allem enthoben, die füße spüre ich kaum, nur, dass ich hin und wieder restbekifft umknicke.
so lässt sich sogar ein montagmorgen überleben, finde ich.

Kommentare:

  1. mir auch. :)
    hätte gern heute noch mal montag sein dürfen. aber morgen ist ja schon mittwoch, das wird dann montag reloaded.

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  2. Klar, reine Fickbeziehung, null Gefühle...vorbildlich! ;-)

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