Dienstag, 4. September 2018

testing steinzeit

ich lebe derzeit ohne mein iphone. steinzeit also.

kein whatsapp.
keine nachrichten.
keine anrufe unterwegs.
ohne gmaps durch die dreckige stadt irren wie durch einen grauen dschungel.
stein, asphalt und ich.

es ist herrlich.
es ist besser als urlaub.

steinzeit rules.

nur den sozialen medien kann ich nicht entfliehen.
der fluch des jobs.
ich täte es aber gerne.
allein wegen der bräsigen csu-wähler, die sich jetzt mit #wirsindmehr wichtig tun und aus gesinnung einen trend machen. genau wie all diejenigen, die 2015 lichterketten für flüchtlinge gebildet haben und jetzt doch ihr kreuzchen bei der afd machen.

auch politisch steuern wir also auf eine steinzeit zu, und es wird sich noch manch einer weit weg wünschen.

ich bin nicht enttäuscht. ich bin, was menschen an sich und was dieses land betrifft, weit über den zustand der enttäuschung hinaus.



1 Kommentar:

  1. Ich kenne Linke-Wähler, die auf ihrem Profilbild diesen Hashtag verwenden - weil sie ein Statement setzen wollen, dass Sachsen mehr ist und kann als braun sein ;)
    Chemnitz wollte sich als Kulturstadt bewerben - das dürfte nun wohl schwierig werden. Dabei ist Chemnitz wirklich mehr als Hools und brauner Mob. Man assoziiert aber inzwischen ganz Sachsen nur noch mit dem braunen Mob - und das wiederum kotzt mich wirklich an. Ich bin keine Sächsin, habe aber lange dort gelebt - und es macht mich echt krank, dass man ein Bundesland so auf das eine reduziert. Und dabei kam der braune Mob, der da durch die Straßen zog, aus allen möglichen Bundesländern. Es ist für mich immer noch ein bundesweites Problem, und kein sächsisches. Auch kein rein ostdeutsches. Vermutlich lässt es sich im Osten nur besser Stimmung machen - und das nutzt die AfD mit ihren abartigen, widerlichen Stimmungsmachen und diesem billigen, dämlichen Trauermarsch. Keine Sau der AfD-Spitze interessiert der Mann, der dort ums Leben kam.
    Leider Gottes ist die aber die einzige, die in solchen Momenten "auftritt". Und wenn man von anderen Parteien denn überhaupt mal was hört, wünscht man sich, sie hätten besser den Mund gehalten.

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