Samstag, 14. Juli 2018

sternschnuppen

"is voll schön hier", sagt der luxus-mann selig am telefon. er ist mal wieder auf festival unterwegs und liegt vor seinem zelt, während seine kumpels schon schnarchen.
"der mann ist auch schon ganz schön voll", analysiere ich.
"ja, isser. aber das magsss du ja."
"du bist besoffen halt so schön zärtlich und anhänglich."

"ichab... mein kumpel heute erzählt, wie entspannt wir miteinander sinn... und dass es im bett so gut klappt", erzählt der luxus-mann. "da warnse alle neidisch. die hamm alle kein sex mehr, irgendwie. die könnten auch nich 'ficken' zu ihren frauen sagen."
"versteh ich ja immer nicht, warum man dann zusammen bleibt."
"kinner..."
"die haben auch nix davon, wenn ihre eltern sexuell frustriert sind."

"oh.... oh! da war eine sternschnuppe!" ruft der luxus-mann entzückt.
"dann wünsch dir mal schnell was."
"oh! da is noch eine..."
"zwei wünsche."
"mussich die jetz sagn?"
"warum nicht?"
"nee, das geht nich... das hätte dann nämlich was mit dir zu tun..."
und so, wie der luxus-mann das sagt, geht es mal nicht um sexuelle sonderwünsche.
und ich kann spüren, wie mein herz einen impuls bekommt und schneller zu pochen beginnt.

"ich finds schön, dass wir jetzt wieder so innig sind", sage ich warm.
"warn wir das mal nich?"
"naja... so die wochen vor berlin.... und dann hatten wir ja auch krach, die eine nacht."
"wir hatten krach?!"
"die nacht, in der du so schlimm besoffen warst. weißt du wahrscheinlich nicht mehr."
"doch, doch, ganz dunkel.... erinnerich mich. aber das war doch nich schlimm."
vielleicht ist es gut, dass sich der luxus-mann nicht mehr so ganz erinnern kann.

"jedenfalls muss ich ja zugeben, dass ich dich manchmal hin und wieder so ein klitzeklein bisschen ganz ok finde", gebe ich im luxus-oton zu.
"ich hab die frau auch sehr gern."

und meine kleine welt ist mal wieder so sehr ok, wie sie nur sein kann.

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