Sonntag, 3. Juni 2018

die frau mitohne slip

"ich hätte soooo gern mal n dreier", liegt mir der luxus-mann bereits seit ewigkeiten in den ohren.
dreier heißt in diesem fall: ffm und nicht mmf. der luxus-schwanz ist mein schwanz, ich soll keine anderen schwänze neben ihm haben.

"mach mal", sagt der luxus-mann immer wieder, woraufhin ich erwidere:
"das ist nicht so einfach! was dir gefällt, gefällt mir meist nicht und umgekehrt."
erschwerend kommt hinzu, dass wir beide nicht der typ für online-dates sind. die online-muschis, die ich im laufe meines lebens aus dem netz für mich selbst rekrutiert hatte, waren optisch nicht unbedingt der knaller. ich hab sie mitgenommen, aus reinem muschi-fieber. und nie wieder gedatet, weil sie eigentlich alle irgendeinen lustbeeinträchtigenden fehler hatten wie mangelnden intellekt, übergewicht, schlabbertittis oder schlecht rasierte mumus.

meine mmf- und ffm-erlebnisse hingegen resultierten aus glücklichen begegnungen im real life. sehr schöne und kluge menschen, sehr schöne, intensive erlebnisse. nur: sowas ist verdammt selten. und es muss sehr viel zufällig gutes passieren, dass man einander begegnet und das so, wie man sich begegnen muss, damit es richtig richtig geil wird.

doch am gestrigen abend war mir der zufall mal wieder hold. der luxus-mann, sein bester kumpel und ich standen im club herum und hatten ordentlich einen im tee. vor mir schwirrte eine frau in einem langen kleid mit ultra tiefem rückenausschnitt herum.
"trägt die n slip oder nicht", fragte ich den luxus-kumpel.
"nee", vermutete der.
"doch", behauptete der luxus-mann. "mindestens n string."
"ich weiß ja nich", sagte ich.
"dann frag sie halt", kicherte der luxus-mann.
 "ja klar, da bekomme ich dann sicher auch ne ausführliche antwort!"
"ich als mann kann nicht fragen, mir schallert die bloß eine. oder denkt, ich will sie ficken."
"würdest du die denn ficken?"
"weiß nicht, muss ich genauer hingucken. und sonst müssen schon auch ein paar eckdaten stimmen."

als ich eine stunde später so an der bar saß und die männer gerade woanders standen, kam die frau mitohne slip plötzlich zu mir und setzte sich neben mich.
"du bist eine wunderschöne frau", sagte sie unvermittelt und guckte mich an wie das achte weltwunder.
ich schreckte hoch und glotzt vermutlich nicht besonders schlau.
"ich beobachte dich schon seit zwei jahren", ließ mich meine verehrerin wissen.
ich war noch viel perplexer, nickte und sagte dann einfach stumpf "danke".
danach erhob ich mich rasch.
zwei jahre beobachtet die dich, wiederholte mein hirn, ganz klarer fall von irrenalarm.

dann ging ich aufs klo und die frau mitohne slip folgte mir.
"ich kann vor deiner tür warten", bot sie an. "das schloss ist kaputt, die kann man nicht mehr abschließen."
sie guckte ganz süß und ich fand sie nicht mehr ganz so irre, sondern eher sympathisch. und sexy. und überhaupt war das ja auch eine ziemlich mutige aktion vorhin gewesen. das musste man mal honorieren.
"ja super", sagte ich. "sorry, wenn ich vorhin so ein bisschen abweisend war. aber ich war ziemlich sprachlos. cooles kleid, übrigens."
"oh danke", sagte sie und drehte sich, nur um mich dann wieder anzugucken und mir sehr nahe zu kommen.
willig, verbuchte mein hirn.

allerdings wollte ich ja noch was wissen.
"der ausschnitt ist ja gewagt", stellte ich fest und zeigte richtung kimme.
"hihi, ja."
"kann man da nen slip drunter tragen?"
"nö", kicherte sie wieder und guckte provokant.
böses mädchen.
ich bekam lust, nachzusehen. ich bekam lust, sie einfach einzuladen ins rote luxus-bett und meine zunge in ihrer slipfreien zone zu versenken, während mich der große geile luxus-schwanz von hinten rammelte.

"hast du lust, meinen mann kennen zu lernen?" fragte ich und zwinkerte. "dann können wir ja zusammen... noch was trinken."
sie nickte.
da nahm ich sie bei der hand und zog sie nach draußen in den barraum.
jetzt, dachte ich, endlich, das könnte unser erster gemeinsamer dreier werden!

dort war allerdings kein luxus-mann in sicht. nur der luxus-kumpel, der gleich auf mich zugestürzt kam.
"der luxus-mann ist draußen", sagte er.
"wie, draußen?"
"an der frischen luft."
"warum das denn? will er nachhause? warum sagt er nix?"
"dem is schlecht."
oha.
"sorry, ich muss mal raus, nach meinem mann gucken. dem gehts offenbar nicht gut", sagte ich also höflich zur frau ohne slip.
"ich warte hier", sagte sie.

der kumpel führte mich nach draußen, wo der luxus-mann sehr, sehr bleich an der hauswand lehnte.
"was ist los?"
"mir is schlecht."
"kreislauf? alkohol?"
"so viel hat der doch gar nicht getrunken", sagte der luxus-kumpel.
"also eher kreislauf?" fragte ich den luxus-mann und tätschelte ihm das blasse gesicht.

der luxus-mann reagierte nicht und hielt die augen geschlossen. er sackte langsam in sich zusammen.
"hey", sagte ich, tätschelte mehr und zog ihm die augenlider nach oben. nur noch das weiße war zu sehen.
dann flatterten die lider und der luxus-mann zeigte wieder anzeichen von bewusstsein.
"mir is schlääääch", murmelte er wieder.
dann begann er schwallartig zu kotzen.

der luxus-kumpel sprang beiseite.
"ach du scheiße", sagte ich. "ich ruf mal besser ein taxi."
"würd ich nicht machen", grinste der luxus-kumpel, "dann reihert er dir bloß ins taxi."
"der kann doch so nicht mehr gehen, der kippt mir weg", hielt ich dagegen.

die tür ging auf und der besitzer kam raus. in der einen hand einen eimer spülilauge für die kotze vor seiner tür, in der anderen ein glas wasser für den luxus-mann.
"da, trink", sagte ich und hielt ihm das glas an die lippen.

als es leer war,  wirkte der luxus-mann schon wieder etwas munterer.
"boah, war mir schlecht, bin ich froh, dass das alles jetzt raus ist!", seufzte er und rappelte sich auf.
"meinst du, du kannst gehen? oder soll ich ein taxi holen?"
"nee, lass mal n spaziergang machen. frische luft tut mir bestimmt gut."
er ärmelte mich fest unter und zog mich in richtung heimweg.

erst an der ecke fiel mir ein, dass ja drinnen die frau auf mich wartete.
"fuck", sagte ich. "weißt du, während du hier rumkotzt, hätte ich es fast geschafft, uns nen dreier klarzumachen!"
"echt? wen denn?"
"die mit dem kleid ohne slip."
"echt? ist die hübsch?"
"kann ich so nicht ganz beurteilen, hätte ich nackt sehen müssen."
"die hatte nen fetten arsch, oder?"
"quatsch! der ist nicht fetter als meiner."
"die ist wesentlich mehr als du. für mich eher zu viel, glaube ich."
"ich habs leider nicht mehr geschafft, euch vorzustellen, sonst hättest du jetzt einen konkreteren eindruck."
"meinst du, die wäre mitgekommen?"
"bin ich mir ziemlich sicher. wenn nicht zu uns, dann aber mit hoher wahrscheinlichkeit zu mir."
"dann hättest du allein mit der rumgefickt?"
"wenn sie einverstanden gewesen wäre, hättest du ja zugucken können."
"hm, lesben-sex... wenn sie mir dann vielleicht irgendwann noch einen gelutscht hätte... hätte spannend werden können."
"ja, hätte, jetzt ist die gelegenheit leider an uns vorbeigezogen."
"bist du sauer, grummel-frau?"
"nee... nur schade, weißte."

zuhause angekommen war der luxus-mann wieder ganz in seinem element und schmiss einen porno rein.
"boah, wenn ich mir vorstelle, dass ihr euch hier die spalten geleckt hättet so wie die da jetzt... bloß in real und ohne diese silikontitten... das macht mich jetzt schon wieder scharf."
unter der bettdecke tastete ich die pralle luxus-erektion.
und schwupp, hatte sich der mann schon auf mich gewuchtet und vögelte mich durch.

"wahnsinn, war ich jetzt angegeilt", stöhnte der luxus-mann nach dem akt.
"wenigstens etwas", sagte ich.
"bist du jetzt enttäuscht, dass du nur nen schwanz und keine muschi bekommen hast?"
"naja."
"vielleicht treffen wir die mal wieder. und dann kann ich sie ja mal genauer anschauen."
"und wenn sie nur mich will?"
"naja... das wäre schon ok. aber wissen will ich das dann. nicht heimlich machen, bitte."
"nee, geht klar."
"obwohl mir zugucken dann ja lieber wäre."
"das liegt dann aber nicht nur in meiner hand."
"neenee! nur wenn sie das auch will!"

dann schlummerten wir ein und harrten der abenteuer, die da hoffentlich noch auf uns warten.



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