Dienstag, 25. Juli 2017

der job ist ein arschloch

im job stress, der mir nah geht. emotionale, unstrategische und unlogische gf-entscheidungen. ich muss sie ausführen. so viel fremdschämen geht gar nicht.

wie immer will ich weg, muss aber bleiben. jobs fallen nicht vom himmel, auch wenn ich gern hier endlich die segel streichen würde. außerdem muss man aushalten und sich brav selbst ausbeuten, sagen die erfolgreichen anzugwichtel. die müssen es ja wissen.

ich kriege pickel davon, sage ich zum luxus-mann, und tatsächlich habe ich heute herpes. der körper zeigt mir sehr genau, was tragbar ist und was nicht. fickt also die anzugwichtel.

ich spreche mit einer headhunterin, die mir sagt, wie unterbezahlt ich bin. sie soll mir lieber einen job besorgen anstatt mich vollzulullen mit dingen, die mir klar sind, die sich aber nicht ändern werden. nicht in diesem unternehmen, bei dem sich entwicklungschancen nur auf verantwortung und aufgaben beziehen, nicht aber auf entlohnung und ausgleich.

zwei tage nach dem urlaub fühle ich mich, als hätte ich nie urlaub gehabt.
nachts kann ich nicht schlafen, routieren mir doch schier unbewältigbare to-do-massen im kopf.
der herpes blüht und warnt.

der job ist ein arschloch.


Kommentare:

  1. Ich vertrete die Theorie das wenn die Arbeit einen krank macht, der Arbeitgeber auch die Kosten der Gesundung zu tragen hat. Ich empfehle dir daher eine Auszeit zu nehmen - geh zum Arzt und lass dich krankschreiben. Wenn du im neuen Job in der Probezeit ausfällst weil du nicht voll auf dem Damm bist hast du nichts gekonnt. Nimm dir die Zeit und vor allem nehme dich raus wenn du merkst das dein Körper dir Signale schickt. Du hast nun mal nur deine Arbeitskraft. Und unser Netz fängt nicht mehr so auf, wie es mal war. Darum davor fit werden und dann abspringen. Drück dir die Daumen das du durchhältst.

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    1. bin krankgeschrieben, gürtelrose is back.
      muss natürlich auch während der krankheit zuhause arbeiten. wird ganz natürlich vorausgesetzt.

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    1. stress ist in meiner branche recht normal, aber im moment... hab ich innerlich bereits gekündigt.

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  3. Klingt kacke. Klingt nach : Sieh zu, dass Du da raus kommst. Und ja, die Headhunterin soll ihren Job machen, dafür ist sie doch da. Suchst Du parallel aktiv? Ich drücke Daumen.
    LG Tin

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    1. natürlich suche ich. hab auch schon bewerbungen an gute unternehmen geschrieben, aber in den coolen (tarif, tarif ;)) werden solche leitungspositionen ja meist intern vergeben und die ausschreibung ist nur pro forma.

      auf jeden fall werde ich auch mal mit cheffe sprechen und ihm sagen, dass ich so nicht bleiben werde.

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    2. Du willst aber schon Richtung PR gehen, nicht (zurück zum?) Journalismus, richtig?

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    3. in moment mache ich v.a. seo-content-fließbandproduktion, pr ist nebenschauplatz. letztzlich isses mir wurscht, hauptsache schreiben und das ohne, dass mich jemand mobbt oder gehalttechnisch verarscht. jourmalistisch habe ich bislang v.a. als freie gearbeitet (kultur und bildung). und als volotärin habe ich mal eine krankenhausserie geschrieben, das war sehr cool.

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