Donnerstag, 22. Januar 2026

in flauschiger mission

kürzlich ereilte mich die anfrage eines älteren ehepaars, ob ich nicht ihren kater vorübergehend aufnehmen wolle. die besitzer planen, mehrfach jährlich für mehrere wochen in ihrer finca auf malle zu weilen und haben keinen nerv, el kater in ein flugzeug einzuchecken.

was mich in ein mächtiges dilemma stürzte, denn ich liebe katzen. allerdings bin ich als langweilige mittvierziger-vollspießerin seit rund zwei jahren besitzerin einer teuren ledercouch. sie ist das einzige möbelstück in meiner wohnung, das einen vierstelligen betrag gekostet hat.

couch und katze vertragen sich erfahrungsgemäß schlecht. der letzte gastkater ließ sich nicht lange von kissen, kisten und anderem mit bedacht installiertem rückzugs-gedöns beeindrucken. er hatte zielgerichtet die mit einer decke großflächig geschützte couch als sein reich auserkoren. entsprechend quetschte er sich immer wieder unter das gute stück und schabte so lange mit den krallen an der stoffbespannung der unterseite, bis er ein großes loch hineingefetzt hatte. 

ab diesem zeitpunkt wohnte er gewissermaßen in der couch und kam nur zum fressen und zur abendlichen kuschelrunde heraus. was der couch nicht wirklich gut tat, zumindest ihrer stoffbespannung nicht, die seither ausgeleiert durchhängt.

leider finde ich katzige anarchie nicht nur nervig, sondern auch unwiderstehlich. und immerhin weilt die black princess jetzt schon 7 jahre jenseits des regenbogens. 

maybe it´s time for a fluffy mission. habe ja auch sonst nix sinnvolles zu tun. 

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